In einem Land das es nicht mehr gibt

Bildmaterial zum Film: © Tobis Film

Ost Couture

Im Sommer 1989 fliegt Suzie (Marlene Burow) kurz vor dem Abitur von der Schule. Statt zu studieren, muss sie sich nun als Arbeiterin in der sozialistischen Produktion bewähren. Ein zufälliges Foto öffnet ihr unverhofft die Tür in die glamouröse Welt der Mode von VHB Exquisit und des Modejournals Sibylle. Suzie taucht ein in die schillernde Subkultur des Ostberliner Undergrounds, wo der extravagante Rudi ihr den „aufrechten Gang“ beibringt. Sie verliebt sich in den rebellischen Fotografen Coyote und erlebt die Freiheit, von der sie immer geträumt hat. Doch alles hat seinen Preis.

Drehbuchautorin und Regisseurin Aelrun Goette wurde in den 80er Jahren auf der Straße in Ostberlin als „Mannequin“ entdeckt. Sie modelte für den VHB Exquisit, war auf dem Cover der Sibylle und stand für die großen Fotograf:innen vor der Kamera. Der Film basiert auf ihrem Leben.

Namestorm entwickelte Titelvorschläge, welche die im Westen fast unbekannte glamouröse Modewelt der DDR betonten. Doch der Arbeitstitel In einem Land, das es nicht mehr gibt war bereits zu etabliert – ein typisches Dilemma der Titelentwicklung: Je länger ein Titel im Umlauf ist, desto schwerer fällt der Abschied. Selbst die „glamourösesten“ Alternativen haben es dann schwer.

Nach oben scrollen